Rückenschmerzen: Volksleiden Nummer eins

Artikel vom Donnerstag, 7. Juni 2018

Rund 80 Prozent der Bevölkerung leiden in ihrem Leben einmal oder mehrmals an Rücken­schmerzen. In vielen Fällen lässt sich die Ursache dafür nicht klar identifizieren. Häufig neigen Patienten dazu, den Schmerz mit Medikamenten zu unterdrücken. Doch das ist reine Symptombekämpfung. Die wegweisende Therapie nach Liebscher & Bracht beruht auf einem neuen Schmerzverständnis und ermöglicht Linderung von Rückenschmerzen ohne Medikamente und Operation. Das Gesundheitszentrum GUT hat den angesehenen Schmerzspezialisten und Begründer dieser wirkungsvollen Therapie für ein Referat eingeladen. Am 26. Juni 2018 sprach Roland Liebscher-Bracht im Eventlokal «Im Grindel 6» in Mettmenstetten zum Thema «Schmerz lass nach: Die revolutionäre Methode gegen Rückenschmerzen».

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Was versteht man unter Rückenschmerzen?

Unter Rückenschmerzen verstehen Experten in der engeren Definition Schmerzen im Bereich zwischen dem unteren Rippenbogen und den Lendenwirbeln bis zum oberen Teil des Gesässes. Umgangssprachlich sprechen wir oft von «Kreuzschmerzen». Die Lendenwirbel, ihre gelenkige Verbindung, das Kreuzbein, das Steissbein und die Bandschei­ben sind umgeben von zahlreichen Bändern, Sehnen und Muskeln. In all diesen Bereichen können Schmerzen auftreten. Betroffene beschreiben diese als stechend, brennend oder ziehend.

Häufig keine klar diagnostizierbare Ursache für Rückenschmerzen

Grundsätzlich wird zwischen spezifischen und nicht-spezifischen Beschwerden unterschieden. Spezifische Rückenschmerzen sind auf eine konkrete Ursache zurückzuführen. Dies können beispielsweise Schäden an der Wirbelsäule, verschiedene Krankheiten, Abnützung oder Verletzungen sein. Die Schäden können dann exakt lokalisiert und mit den Entstehungsorten in Verbindung gebracht werden. Doch nur gerade bei 15 Prozent aller Fälle liegt eine derart spezifische Ursache für die Beschwerden vor.

In den meisten Fällen können die Beschwerden nicht auf eine konkrete Ursache zurückgeführt werden. Diese nicht-spezifischen Rückenschmerzen werden in der Regel mit Bewegungs- und Sporttherapien, Physiotherapie, Osteopathie oder manueller Therapie behandelt. Unterstützend gelangen dabei häufig Schmerzmittel zum Einsatz. Nicht so bei der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht.

Das neue Schmerzverständnis nach Liebscher & Bracht

In fast 80 Prozent der Fälle von Rückenschmerzen bei Erwachsenen können Ärzte keine Krankheiten, keine krankhaften Prozesse und keine sichere anatomische Quelle für die Beschwerden identifizieren. Vor allem hier setzt die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht an, die bei akuten und chronischen Schmerzen angewendet wird. Die wegweisende Methode, die von Roland Liebscher-Bracht und Dr. Petra Bracht seit 30 Jahren entwickelt und in der Praxis verfeinert wird, basiert auf einem neuen Schmerzverständnis: Schmerzen werden als Alarmsignal verstanden, das auf drohende körperliche Schäden aufmerksam machen will. Das heisst: Das Gehirn warnt mit sogenannten Alarmschmerzen vor Schädigungen. Hintergrund ist, dass sich Muskeln und Faszien durch nicht genutzte Bewegungswinkel verkürzen und verspannen. Aufgrund dessen kommt es zu Blockaden in Muskeln und Fasern und damit zu Rückenschmerzen. Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht gehen davon aus, dass sich die meisten Rückenschmerzen auf sogenannte unphysio­logische Spannungen in den Muskeln und Faszien zurückführen lassen.

Osteopressur löscht den Schmerz, wo er entsteht

Mithilfe der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht kann der Alarmschmerz gelöscht werden. Und das mit einem nachhaltigen Erfolg. Erfahrungsgemäss können über 90 Prozent dieser Schmerzzustände bereits in den ersten Behandlungen fast vollständig oder zumindest bis auf einen Restschmerz beseitigt werden. Direkt am Knochen im schmerzenden Bereich setzt der speziell geschulte Therapeut oder die Therapeutin manuelle Impulse – Osteopressur genannt. Durch diese spezielle Technik erhält das Gehirn das Signal, die Fehlspannungen zu reduzieren und den Schmerz «loszulassen». Neben dieser Akutmassnahme setzen Liebscher & Bracht auf speziell entwickelte körperliche Übun­gen. Diese individuell für den Patienten, die Patientin zusammengestellten Engpassdehnungen werden mit gezielten Übungen und ergänzend mit der Faszienrolle kombiniert. Das Ziel dieser «Gesundprogrammierung» ist eine dauerhafte Schmerzfreiheit – und das ohne Medikamente oder Operation.

Rückenschmerzen und ihre erfolgreiche Behandlung

Was sind Ursachen für Rückenschmerzen?

Wir sitzen zu viel und bewegen uns zu wenig. Die heutige Arbeits- und Lebenswelt macht es schwierig, das anatomisch vorhandene Bewegungspotenzial voll auszuschöpfen. Dies führt dazu, dass in Muskeln und Faszien Fehlspannungen entstehen. Darum braucht es ausgleichende Bewegungsübungen, um die Belastung der Wirbelsäule und anderer Gelenke zu normalisieren. Mit gezielten Engpassdehnungen lässt sich den Verkürzungen von Muskeln und Faszien, die durch zu langes Sitzen entstehen, gezielt entgegenwirken.

Wie sieht die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht aus?

Die Therapie baut auf drei Säulen:

  1. Eine gründliche Befundaufnahme der persönlichen Beschwerden (Anamnese)
  2. Die schnelle Reduktion akuter Schmerzen durch Osteopressur
  3. Individuelle Bewegungs­therapie mit gezielten Übungen, um Engpässe in Faszien und Muskeln zu lösen, wirkungsvoll unterstützt durch die Faszienrollen-Übungen

Wie wirkt Osteopressur bei Rückenschmerzen?

Mit der Osteopressur werden Überspannungen der Muskeln reduziert, die Belastung der Band­scheiben normalisiert sich, Gefässe und Nerven werden wieder durchlässig. Wegen dieser Normalisierung der Situation schaltet das Gehirn den Alarmschmerz ab.

Wie wird eine langfristige Besserung bei Rückenschmerzen erreicht?

Nach der Akutbehandlung durch Osteopressur stellt der nach Liebscher & Bracht geschulte Schmerztherapeut speziell entwickelte Übungen (Engpassdehnungen) für den Patienten, die Patientin zusammen. Diese Übungen machen die Faszien wieder flexibel und etablieren neue Bewegungsprogramme im Gehirn. Die schmerzfreie Bewegungsfähigkeit wird wiederhergestellt und laufend erweitert. Hinzu kommt, dass die Schmerztherapeuten nach Liebscher & Bracht die Patienten und Patientinnen darauf sensibilisieren, die Sprache des Körpers ernst zu nehmen und Schmerz als ein Alarmsignal zu verstehen. Ziel ist es, beschwerdefrei zu werden und es langfristig zu bleiben.